Filmreihe: WOFÜR? in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.v.
Mit Blick auf die kommende Landtagswahl starten das Burg Theater und die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt (KEB Sachsen-Anhalt) mit ihrem Projekt Jerichower Impulse am 27. Mai 2026 eine besondere Film- und Gesprächsreihe unter dem Titel „WOFÜR?“. Im Mittelpunkt stehen fünf Filme, die zentrale Fragen nach Mut, Freiheit, Widerstand, Haltung und Verantwortung aufwerfen. Die Reihe möchte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Burg sowie Interessierte dazu einladen, miteinander ins Gespräch zu kommen: Wofür lohnt es sich, sich einzusetzen? Wofür stehen wir ein – persönlich und als Gesellschaft?
Die Filmreihe versteht sich nicht nur als kulturelles Angebot, sondern als Impuls für Perspektivwechsel. Die Leitfragen – „WOFÜR Mut?“, „WOFÜR Freiheit?“, „WOFÜR bleiben?“ – ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Ein besonderes Element: Nach jeder Vorführung sind die Gäste zu einem moderierten Austausch mit Gesprächspartnerinnen und -partnern sowie zu einem kleinen Imbiss im Logenbereich des Kinos eingeladen.
Programmübersicht
Alle Vorführungen beginnen um 17:30 Uhr.
27. Mai – „Wilma will mehr“ (D 2025) – Thema: WOFÜR Mut?
Die Tragikomödie erzählt von Wilma, einer Elektrikerin und Maschinistin, die nach Jobverlust und Ehebruch Ende der 1990er Jahre in Wien neu beginnt. Zwischen skurrilen Begegnungen, Gelegenheitsjobs und Selbstzweifeln findet sie Schritt für Schritt neuen Lebensmut. Ein warmherziger Film über Aufbruch, Selbstfindung und die Kraft, das eigene Leben neu zu gestalten.
24. Juni – „Jadup und Boel“ (DDR 1980/89) – Thema: WOFÜR Widerstand?
Das DEFA-Drama thematisiert die verdrängte Vergangenheit einer Kleinstadt. Ein Gebäudeeinsturz bringt ein traumatisches Ereignis aus der Nachkriegszeit ans Licht. Der Film wurde 1981 verboten und erst 1988 in wenigen Kopien gezeigt – ein eindrucksvolles Werk über Erinnerung, Schuld und moralische Verantwortung.
26. August – „Brazil“ (GB 1985) – Thema: WOFÜR Freiheit?
Terry Gilliams dystopische Satire zeigt eine totalitäre Bürokratie, die das Leben vollständig kontrolliert. Beamter Sam Lowry versucht, der Enge des Systems zu entkommen – in Träumen und im Widerstand. Der Film stellt die Frage, was Freiheit bedeutet, wenn äußere Freiräume verschwinden: Menschlichkeit bewahren, träumen können, sich widersetzen.
23. September – „Zwei zu eins“ (D 2024) – Thema: WOFÜR bleiben?
Die Komödie spielt im Sommer 1990 in Halberstadt. Drei Freunde entdecken einen eingemauerten Schatz aus DDR-Mark und versuchen, ihn in D-Mark umzutauschen. Der Film fängt die Aufbruchsstimmung und Unsicherheit der Nachwendezeit ein und basiert lose auf dem realen „Schatz von Halberstadt“.
28. Oktober – „Rosen für den Staatsanwalt“ (BRD 1959) – Thema: WOFÜR weitermachen?
Die Justizsatire erzählt von Rudi Kleinschmidt, der 1945 wegen zweier Dosen Schokolade zum Tode verurteilt wurde und Jahre später seinem damaligen Richter wiederbegegnet – nun ein angesehener Oberstaatsanwalt. Der Film gilt als einer der wichtigsten politischen Beiträge des westdeutschen Nachkriegskinos.
Den Flyer zur Veranstaltung finden sie hier.