Gemeinsam für Kunst, Kultur und Kino.

Flaches Land, wie mit einem Estrichbrett glatt gezogen. Hinten etwas hügeliger, waldiger. Viel Fläche, gerade Alleen, eine dreispurige Autobahn und Menschen, die darauf davonfahren. Das nordöstliche Sachsen-Anhalt entvölkert sich, ist ausgeblutet. Der Rest stirbt weg. Bald sagen sich hier nur noch Hase und Wolf gute Nacht. Dort, wo nicht die Elbe das Land begrenzt, wird ein Zaun gebaut werden. Dahinter Aussichtstürme, an denen „Hier lebten früher Menschen“ steht. In Scharen kommen Großstädter in Bussen über die Autobahn hierher. Ein bisschen Vergangenheit gucken und anschließend erholt und auch wehmütig wieder in die pulsierende Stadt fahren – mit seinen Theatern, den Museen und Konzerten. Hochschulen, Abenteuerspielplätzen und Kulturbürgern. Die Stadt, die niemals schläft. 

Sie wird weiter aufblühen und die Provinz verwelkt. So wird es kommen – wenn wir nicht aufwachen. Wenn wir nicht aufhören, zu meckern, und anfangen, mit offenen Augen zu sehen. Das Jerichower Land ist Provinz. Hier ist alles ruhiger, kleiner, beschaulicher als in den Ballungszentren. Manchmal hängen wir hinterher, doch jetzt lassen Sie uns Avantgarde sein! Lassen Sie uns vorweggehen für ein Jerichower Land der Bürger. Offen. Lebenswert. Natürlich.

„Sie widerlegen mit ihrem Engagement das Gefühl, das nordöstliche Sachsen-Anhalt sei eine sterbende Region“ so schrieb es Robert von Lucius 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Wiederbelebung des Burg Theaters durch den W E I TBLICK e. V. Diese Aussage trifft aber nicht nur auf das Burger Kino zu, sondern gilt gleichermaßen für so viele Akteure im Jerichower Land. In allen Ecken sind Bürgerinnen und Bürger vorweggegangen und haben angefangen: In der Mauritiuskirche in Büden, in der Kulturwerkstatt in Gommern, in der Biederitzer Kantorei, im Loburger Orgelsommer, im Kleinbahnbahnhof Magdeburgerforth, in der Burger KleinKunstBühne, in der Alten Pfarrscheune Reesen, in der Kapelle in Brandenstein, im Schloss Zerben, im Union Kino Genthin, im Kloster Jerichow und an vielen anderen Orten.

Kulturlandschaften mit W E I TBLICK fördern
Das Jerichower Land ist reich an dieser im besten Sinne provinziellen Kultur. Es gibt eine Vielzahl an Leuchttürmen, von denen aber so oft niemand etwas weiß. Diesem schon 1898 von Theodor Fontane beschriebenen Phänomen will der W E I TBLICK e. V. entgegenwirken. Der Verein W E I TBLICK e.V. ist aus der Situation heraus entstanden, dass das Burger Kino Ende 2009 schließen sollte. Aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen konnte das Burg Theater nicht weiter betrieben werden. Unsere Region ohne Kino wollten wir uns nicht vorstellen und haben Kontakt zum scheidenden Kinobetreiber Wilfried Schlaak, Bürgern, Unternehmern und Politikern der Stadt Burg gesucht, um mit Ihnen nach Lösungen für einen Erhalt des Kinos zu suchen. Entstanden ist ein neues Betreiberkonzept für das Burg Theater.

W E I TBLICK e.V. steht für kulturelles, nachhaltiges, regionales, gemeinnütziges, generationsübergreifendes Denken, Handeln und Arbeiten. Wir möchten Burg als Stadt mit unserem kulturellen Angebot bereichern sowie gemeinsam Kunst, Kultur und Kino im gesamten Jerichower Land fördern. Wir möchten das Wort Nachhaltigkeit mit Leben füllen und sozial, ökologisch und ökonomisch verantwortet handeln und leben. Wir möchten die Region stärken. Wir möchten gemeinsam mit Menschen und für Menschen etwas bewegen. Wir möchten den demografischen Wandel als Chance nutzen und die verschiedenen Lebensalter eines Menschen gegenseitig bereichernd in Beziehung bringen.

Sie sehen, wir haben viel vor. Seien Sie dabei! Gehen Sie gemeinsam mit uns vorweg. Wir freuen uns auf gute Partnerschaften und eine spannende Zukunft im Jerichower Land. Wenn Sie unser Anliegen teilen und unseren Grundsätzen zustimmen, dann freuen wir uns, Sie als Fördermitglied begrüßen zu dürfen.

Ihr W E I TBLICK e.V.